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Außerordentliche Bezirksdelegiertenkonferenz am 27.01.2020

27. Januar

BDK Protokoll 26.11.2019

Einladung

BDK – Reader

Anträge:

SA 1

Antragssteller*in: Miriam Scheuß
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, dass der Bezirksvorstand bei der nächsten Bezirksdelegiertenkonferenz Mandarinen inklusive einem Mandarinenschäler der Firma Tupper bereitstellen kann.

GP 1

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand
Antragstext: Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Demonstrationsrecht für Schüler*innen
Noch immer wird den Schüler*innen das Recht auf Demonstration während der Schulzeit verwehrt. Eine aktive Partizipation von Kindern und Jugendlichen muss allerdings auch die Möglichkeit beinhalten Druck auf Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen mit Hilfe eines uneingeschränkten Demonstrationsrechts (das auch Proteste während der Unterrichtszeit ermöglicht) ausüben zu können. Aus diesem Grund fordern wir die Berechtigung während der Schulzeit zu demonstrieren und darüber hinaus eine bessere und ernstzunehmende Einbindung in Kommunal-, Landes- und Bundespolitik.

GP 2

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Seelische Gesundheit
Fast jede*r fünfte Schüler*in in Deutschland leidet unter psychischen Krankheiten. Stress jeglicher Art gehört für Schüler*innen zum Alltag. Nicht nur der Stress, sondern auch die mangelnden Kompetenzen im Umgang mit psychisch Erkrankten, tragen nicht zu einer Verbesserung der aktuellen Situation bei. Sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen sind nicht auf die Konfrontation mit dieser Thematik vorbereitet, beziehungsweise darauf geschult. Deshalb fordert die BSV Köln die Sensibilisierung von Schüler*innen und Lehrer*innen in Bezug auf diese Thematik.

Ein Sensibilisierungsprogramm muss bereits früh ansetzen, bei Lehrer*innen im Studium und bei Schüler*innen spätestens zu Beginn der 7. Klasse, um der Schädigung von Erkrankten im Umfeld vorzubeugen. Hierzu müssen Unterrichtseinheiten eingeführt werden, in welchen über Erkrankte, den Umgang mit ihnen und die Prävention gesprochen werden soll. Hieraus soll eine Gleichstellung von psychischen und physischen Erkrankungen folgen und der Lebensort Schule einem Schutzraum näherkommen. Niemand soll aufgrund ihrer*seiner Erkrankung benachteiligt werden.

GP 3

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Antifaschismus
Schon im Faschismus wurde aktiv von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ein Zeichen gegen das menschenfeindliche Handeln des Nazi-Regimes gesetzt. Wir als Schüler*innen sehen es als unsere Aufgabe an, gegen den Faschismus mit allen seinen Strukturen zu arbeiten. Wir kritisieren den damaligen Umgang beider deutscher Staaten mit ehemaligen Nazi-Eliten, die ihre gesellschaftliche Funktion trotz Entnazifizierung weiterhin ausüben konnten.
Für Schüler*innen ist die Berichterstattung über die unterschiedlichen Motive der Widerstand Leistenden in den Geschichtsbüchern ungenügend. Wir fordern eine differenzierte und kritische Darstellung auch der antifaschistischen Widerstandsbewegung im Hitler-Faschismus! Die Auseinandersetzung mit dem Faschismus im Unterricht findet unzureichend statt und muss besser in die Lehrpläne integriert werden. Da Schule ein Ort der Demokratie sein sollte, fordern wir eine von Lehrer*innen und Schüler*innen getragene aktive Aufklärungsarbeit über antidemokratische Strukturen. Genauso ist uns die Auseinandersetzung mit aktuellen neofaschistischen, rechtsradikalen und rechtspopulistischen Gruppierungen und Parteien zu wenig Thema im derzeitigen Unterricht. Hier wird unzureichend aufgeklärt. Oft werden menschenfeindliche Äußerungen – zur aktuellen Politik – von Schüler*innen nicht kommentiert und nicht weiter beleuchtet. Dies liegt zum einen an mangelnder Zeit und zu geringer Sensibilisierung von Lehrer*innen für dieses Thema schon im Studium, zum anderen auch am fehlenden Hintergrundwissen bzw. gefährlichen Halbwissen der Lehrkräfte. Aus diesem Grunde fordern wir die verstärkte Sensibilisierung von Lehrkräften und die Einräumung von genügend Zeit.
Die Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ befürworten wir deshalb sehr. Wir, die BSV Köln engagieren uns gezielt gegen faschistische und rassistische Gruppierungen

GP 4

Antragssteller*in: Lasse Schäfer (Humboldt-Gymnasium)
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Bildungsfinanzierung
Die BSV Köln setzt sich für eine Bildungsfinanzierung durch den Staat ein. Ein kostenloser Zugang zu Bildung muss weiterhin vom Staat garantiert werden. Demzufolge lehnt die BSV Köln Schulgebühren in jeglicher Form ab. Gleichermaßen stellt sie sich gegen eine Bildungsfinanzierung durch Unternehmen. Die BSV Köln fordert eine stärkere Priorisierung von Investitionen in Bildung.
Begründung: Da Bildung der entscheidende Faktor für die Zukunft unserer Gesellschaft ist, muss Bildung, um Chancengleichheit zu realisieren, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses jedem gleichermaßen zugänglich sein. Eine Teilhabe der Wirtschaft an der Schule bedeutet eine Gefahr für die staatlich garantierte und kostenlose Bildung, da das Streben nach Profit und Einfluss im Mittelpunkt unternehmerischer Arbeit stehen. Werden Zuwendungen von Seiten der Wirtschaft angenommen, entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis und somit das Risiko, dass Schule ihre weitgehende Unabhängigkeit verliert.

GP 5

Antragssteller*in: Lasse Schäfer (Humboldt-Gymnasium)
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Mediennutzung
Die BSV Köln fordert eine stärkere Einbindung moderner Medien in den Regelunterricht und die Bereitstellung einer zeitgemäßen Ausstattung. Deutlich schneller soll darauf hingearbeitet werden, alle Klassenräume Kölns mit digitalen Projektoren (Beamern) oder – besser – interaktiven Whiteboards auszustatten. Schüler*innen sollten mit der Nutzung von digitaler Technik stärker vertraut gemacht werden, indem diese stärker in den Unterricht eingebunden wird. Zusätzlich müssen Lehrkräfte angemessene Fortbildungen zum Umgang mit diesen Medien erhalten. Die BSV Köln unterstützt zudem die Einführung digitaler Vertretungspläne.
Begründung: Viele Kölner Schulen müssen nach wie vor stark veraltete Technik wie Overheadprojektoren benutzen. Moderne Medien ermöglichen eine immense Steigerung der Unterrichtsqualität, sofern die Lehrkräfte mit ihnen vertraut sind. Um dies zu gewährleisten, müssen Lehrkräfte entsprechende Fortbildungen erhalten. Auch für Schüler*innen ist die Nutzung von digitalen Medien für Schulaufgaben und hinsichtlich der Vorbereitung auf die moderne Arbeitswelt eine unverzichtbare Fähigkeit geworden. Schulen sollten nicht Methoden von gestern, sondern Methoden von morgen lehren.

GP 6

Antragssteller*in: Xueling Zhou (Genoveva-Gymnasium)
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Schule und Religion
Viele Schüler*innen aus Köln kommen aus einer Familie mit religiösem Hintergrund. Da Köln eine der migrationsreichsten Städte NRWs ist, ist es wichtig die kulturellen, religiösen sowie die damit verbundenen sozialen Aspekte weiterhin zu thematisieren, um eine Akzeptanz und Toleranz zu entwickeln.

GP 7

Antragssteller*in: Xueling Zhou (Genoveva-Gymnasium)
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Emanzipierter Antisexismus
Antisexismus ist ein stark thematisiertes Thema in unserer heutigen Gesellschaft. Nicht nur Frauen sind von sexistischen Vorurteilen betroffen, sondern auch diverse Geschlechter. Heutzutage sind immer noch sexistische Handlungen, wie z.B. in Ungleichbehandlungen oder Diskriminierung, stark im gesellschaftlichen Konter vertreten. Durch die Weiterentwicklung der Geschlechtszugehörigkeiten sind nun auch diverse Geschlechter von den sexistischen Handlungen betroffen. Somit ist es wichtig, diesen Aspekt weiterhin zu thematisieren, um eine gesellschaftliche Akzeptanz und Toleranz zu entwickeln und zu festigen.

GP 8

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Lerninhalte
Der Lehrplan und dessen Umsetzung muss auf methodische Grundfähigkeiten beruhen und zu einem individuell größtmöglichen Allgemeinwissen führen. Soziale Kompetenzen müssen im schulischen Miteinander einen höheren Stellenwert erhalten und gefördert werden. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und -reflektion muss im Kontext einer zu etablierenden Feedbackkultur vermittelt werden. Demokratische Partizipation muss in Schulen Raum erhalten und gefördert werden. Alle Lernmittel (z.B. Bücher, Arbeitsblätter usw.) sollen in geschlechtsneutraler Sprache verfasst werden. Dies soll durch Verwendung des Genderstars (*) oder einer geschlechtsneutralen Wortform (bspw. „Mensch“) geschehen.

GP 9

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Demokratie und Mitbestimmung
Eine Demokratie kann nur dann eine wirkliche sein, wenn sich die Menschen an ihr beteiligen können und ihnen die entsprechenden Rahmenbedingungen geboten werden. Die BSV Köln fordert ein allgemeines Wahlrecht ab 16 Jahren. Innerhalb einer Schule muss daher eine Schüler*innenvertretung entsprechend gefördert werden.
Wir fordern eine Erweiterung der Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schüler*innen in der Schule bspw. in der Schulkonferenz. Ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Partizipation ist die Abschaffung der rein beratenden Stimmen von Schüler*innen in Teilkonferenzen
Jede Schüler*innenvertretung muss das uneingeschränkte Recht auf einen angemessenen Raum in der Schule und finanzielle Unterstützung durch die Kommune (mindestens 500 Euro pro Schuljahr) haben.

GP 10

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Oberstufenraum
Die Leitung eines Gymnasiums muss den Schüler*innen ab Beginn der Oberstufe (Einführungsphase) einen separaten Raum zum Aufenthalt, Organisieren und bearbeiten von schulischen und privaten Angelegenheiten zur Verfügung stellen.
Die Inventur muss Sitzgelegenheiten, aber auch Plätze zum Schreiben umfassen. Der Raum soll hauptsächlich in Stunden, die entfallen, eine Möglichkeit zum Aufhalten und Lernen sein.

GP 11

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Unterricht
Um zu vermeiden, dass die Schüler*innen in den heterogenen Lerngruppen über- oder unterfordert werden, stellen wir uns zum einen eine spezielle Förderung und Forderung von Leistungsstarken und -schwachen in Kleingruppen in einzelnen Unterrichtssituationen vor. Zum anderen sollen die Schüler*innen lernen, sich gegenseitig beim Erarbeiten und Erlernen von Inhalten zu helfen. Wichtig ist auch, dass die Schüler*innen verschiedene Lerntechniken kennen lernen und erproben, um herausfinden zu können, mit welchen Methoden sie am besten lernen können. Auch die Methodik des Unterrichts muss abwechslungsreich sein, so dass die Methoden jedem/r Schüler*in gerecht werden. Um einen Unterricht gewährleisten zu können, der allen Schüler*innen gerecht wird, müssen die Lerngruppen deutlich verkleinert werden gegenüber der „normalen“ Klassengröße. Im Unterricht sollte auf aktuelle tagespolitische Ereignisse eingegangen werden. Es ist wichtig, dass die Schüler*innen Nachrichten und das Tagesgeschehen verstehen und nachvollziehen können. Die Schüler*innen sollten befähigt werden, sich eine eigene kritische Meinung zu bilden. Dies ist außerdem wichtig, da Schule im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu sehen ist und sie auch hier den Schüler*innen helfen muss, sich im Leben außerhalb der Schule zurecht zu finden. Im Unterricht und im ganzen Schulalltag darf aber nicht allein die Vermittlung von Fachwissen im Mittelpunkt stehen, auch auf die Möglichkeit zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen ist zu achten. Darunter verstehen wir zum Beispiel die Fähigkeiten zur (Selbst-)Kritik, Kreativität, Problemerkennungs- und Problemlösungskompetenz, soziale Kompetenz, Eigenständigkeit und Teamfähigkeit, Umgang mit Sprache und (neuen) Medien.

GP 12

Antragssteller*in: Der Bezirksvorstand der BSV Köln
Antragstext: Die Bezirksdelegiertenkonferenz möge beschließen, diesen Punkt zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Berufliche Bildung und Berufsvorbereitung
Vielen Schüler*innen stellt die Entscheidung, welchen Berufsweg Sie gehen wollen, eine Aufgabe da, die Sie aktuell nicht konkret beantworten können. Selbst wenn diese Frage für die einzelne Person beantwortet ist, so werden nicht alle Azubis hinreichend durch den Betrieb auf die Zukunft vorbereitet. Dies kann vermehrt zu Ausbildungsabbrüchen, einer Verlängerung der Ausbildungszeit (Wiederholung der Prüfung) und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz führen.
Daher fordern wir, dass bis Ende der Klasse 10.1 mindestens 2 durch die Schule betreute Praktika angeboten werden (zzgl. zu Tagespraktika). Dazu soll auch in der Sekundarstufe II ein weiteres betreutes Praktikum angeboten werden. Des weiterem sollen den Schüler*innen viele weitere Berufe anschaulich vorgestellt werden (bspw. durch Gewerkschaften oder Ausbildungsleiter*innen). Zudem soll durch die Schulen ein Bewerbungstraining (ggf. in Kooperation mit der Agentur für Arbeit) angeboten werden. Auch sollen weitere Möglichkeiten der Lebensgestaltung nach dem Schulabschluss vorgestellt werden. (FSJ, Praktika (in- und Ausland), Studium usw.)
Darüber hinaus fordern wir von den Berufsschulen, enger mit den Ausbildungsbetrieben sowie dem Kenntnisstand der Schüler*innen zu arbeiten, um für die Schüler*innen eine möglichst optimale Ausbildung zu gewährleisten.
Die Vorstellung einer möglichst großen Auswahl von Berufsfeldern ist die Grundlage für einen frühen und für alle beteiligten erfolgreichen Berufseinstieg.

Details

Datum:
27. Januar

Veranstalter

Der Bezirksvorstand
E-Mail:
info@koeln-bsv.de
Website:
koeln-bsv.de

Veranstaltungsort

Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium
Nikolausstraße 51-53
Köln, Nordrhein Westfalen 50937 Deutschland
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